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DIE NACHT VON Samstag, 17. September 2005
Mit 200 durch die Nacht
businessgolf, 00:26h
Wieder halb durch Deutschland - München Düsseldorf - mal eben.
Fernfahrer mit IT-Basiskenntnissen wäre die richtige Bezeichnung.
Aber jetzt ist Wochenende. Und nächste Woche wieder!

Fernfahrer mit IT-Basiskenntnissen wäre die richtige Bezeichnung.
Aber jetzt ist Wochenende. Und nächste Woche wieder!

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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Dienstag, 13. September 2005
Fast halb Elf: Nachtschicht!
unreal, 00:16h
Manche Abende, so wie heute, mache ich irgendwas und fange dabei an zu denken. Meist beginnt es trivial, geht dann über zu Dingen, die mich irritieren, manchmal ängstigen.
Dann denke ich: Mensch, blog das doch. Und wenn ich versuche, den Gedanken festzuhalten, zu vertiefen, weiter zu denken, in eine "Schriftform" zu denken, spüre ich, wie er mir durch die Finger zu gleiten droht, wie ich ihn nicht zu halten vermag.
Manchmal denke ich an kleine Dinge. Freundschaften. Manchmal an große Dinge. Weltgefahren. Aber egal, ob ich denke, dass ich mir um eine Freundin Sorgen mache oder ich der Meinung bin, dass ein gewisser B. aus dem Süden der Republik der perfekte Lebenspartner für GWB wäre, ich schaffe es nicht, diese Gedanken auch zu formulieren.
<weiter?>
Dann denke ich: Mensch, blog das doch. Und wenn ich versuche, den Gedanken festzuhalten, zu vertiefen, weiter zu denken, in eine "Schriftform" zu denken, spüre ich, wie er mir durch die Finger zu gleiten droht, wie ich ihn nicht zu halten vermag.
Manchmal denke ich an kleine Dinge. Freundschaften. Manchmal an große Dinge. Weltgefahren. Aber egal, ob ich denke, dass ich mir um eine Freundin Sorgen mache oder ich der Meinung bin, dass ein gewisser B. aus dem Süden der Republik der perfekte Lebenspartner für GWB wäre, ich schaffe es nicht, diese Gedanken auch zu formulieren.
<weiter?>
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Montag, 12. September 2005
23:30 Uhr
referral, 01:33h
Wieder mal viel zu spät. Wieder mal sollte ich schon im Bett sein und schlafen. Aber ich bin und tue es nicht, sitze vor dem Rechner, hadere mit Geschriebenem, Gesagtem, Aktionen, Reaktionen. Höre Musik, die mir nicht gut tun, trinke viel zu viel Rotwein, rauche zuviel.
Der Besuch in der Stadt am heutigen Tag hat mir ein Teil dessen gezeigt, was mir fehlt. Der Flair, die Stühle auf der Straße mit einem Milchkaffee auf dem Tisch. Frühstücken mit einem Freund, der übernächtigt um nicht zu sagen noch halb betrunken neben einem sitzt und erzählt, was er letzte Nacht erlebte. Die Nächte am offenen Fenster mit Blick auf den Fluss. Die Unmengen an Schnacken, das Feuer am Flußufer. Die eingedrückten Korken in den Weinflaschen. Das Fachsimpeln auf niedrigem Niveau. Die Bullen, die exakt 23.05 Uhr auf der Matte standen um uns zu ermahnen, Die uns bei der Abfahrt ein beiläufiges "bis in einer halben Stunde" zuriefen.
Ich habe kein besonderes Verhältnis zu der Wohnung mit Blick auf den Fluss. Sie war in einem viel zu großen Haus, lag im vierten Stock, der Wasserdruck war eine Frechheit und die Mülltonnen waren immer viel zu voll. Ausserdem hatte ich nie Sex in dieser Wohnung! Aber der nächtliche Blick auf den Fluß hatte was. Ich vermisse das.
Der Besuch in der Stadt am heutigen Tag hat mir ein Teil dessen gezeigt, was mir fehlt. Der Flair, die Stühle auf der Straße mit einem Milchkaffee auf dem Tisch. Frühstücken mit einem Freund, der übernächtigt um nicht zu sagen noch halb betrunken neben einem sitzt und erzählt, was er letzte Nacht erlebte. Die Nächte am offenen Fenster mit Blick auf den Fluss. Die Unmengen an Schnacken, das Feuer am Flußufer. Die eingedrückten Korken in den Weinflaschen. Das Fachsimpeln auf niedrigem Niveau. Die Bullen, die exakt 23.05 Uhr auf der Matte standen um uns zu ermahnen, Die uns bei der Abfahrt ein beiläufiges "bis in einer halben Stunde" zuriefen.
Ich habe kein besonderes Verhältnis zu der Wohnung mit Blick auf den Fluss. Sie war in einem viel zu großen Haus, lag im vierten Stock, der Wasserdruck war eine Frechheit und die Mülltonnen waren immer viel zu voll. Ausserdem hatte ich nie Sex in dieser Wohnung! Aber der nächtliche Blick auf den Fluß hatte was. Ich vermisse das.
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Schön....
unreal, 02:13h
Manchmal kann man mit einer Kleinigkeit wahre Wunder vollbringen. Manchmal trifft man auch Menschen, denen Kleinigkeiten, Aufmerksamkeiten, nette Worte das Leben bedeuten...
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Dienstag, 6. September 2005
Nicht einfach
referral, 01:30h
Ich hänge Träumen nach, die zumindest vorerst nicht erreichbar sind. Tagträumen, die ihren Raum fordern und mich nicht schlafen lassen, und somit die wirklichen Träume mehr und mehr verdrängen. Ich wache auf, bin mies gelaunt, lasse das auch meine Mitmenschen spüren und schwöre mir jeden Tag früh ins Bett zu gehen. Geschafft habe ich das in den letzten Monaten nur selten.
Es ist alles nicht einfach...
Es ist alles nicht einfach...
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Lieben...
unreal, 01:06h
Zu den schwersten Dingen, die man im Leben lernt, gehört das Paradox, seine Liebe gehen lassen zu müssen.
Oder?
Oder?
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Montag, 5. September 2005
Die letzte Nacht bricht an.
unreal, 00:15h
Und was kommt dann?
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Das Leben als Variabel...
unreal, 04:53h
... und kein Tag wie der andere:
Gestern noch war eigentlich alles bestens. Also im Rahmen zwar, aber dennoch: erst hatte ich eine Menge Spass, dann eine Menge zu lachen :-)
Und heute? Heute eröffnet mir eine nahe stehende Freundin, dass sie sich umbringen will. Sie sagt das nicht, aber der Todeswunsch ist überdeutlich in ihren Worten zu hören. Warum? Weil sie verlassen wurde. Von wem? Von jemandem, der sie vergewaltigte. Ich befürchte, dass sie genau das tun wird und genau so, dass ich nichts dagegen machen können werde. Für mein Gewissen. Als ob das wirklich beruhigt. 17 Jahre und schon am Ende.
Dann eröffnet mir einer meiner besten Freunde sehr direkt, dass seine Freundin ihm geraten hat, sie zu verlassen. Warum? Hirntumor. Vor einer Woche habe ich mit ihr auf einem Sofa gesessen und gelacht, Montag beginnt die Chemo. Chancen? Ungewiss.
Heute ist Sonntag. Der letzte Tag eines Jahres, das nicht hätte sein dürfen. Irgendwie ein krönender Abschluss.
Und so köchel ich weiter vor mich hin, schön auf kleiner Flamme, seh all das Leid und kann nichts tun. Verdammt zur Hilflosigkeit. Verdammt zum Zuschauen. Verdammt zum selber besser dran sein. Verdiene nicht ich sowas? Warum erwischt es immer die Menschen, denen man es am wenigsten wünscht? Nicht, dass ich irgendwem wünsche, sterben zu müssen oder zu wollen. Nicht, dass ich ein Problem mit dem Ende der biologischen Existenz habe. Aber muss es hier, jetzt und so sein?
Eigentlich sollte ich mal nach New Orleans schauen. Das ist wenigstens schön weit weg und ich kann unpersönlich betroffen sein. Mich über unglaubliche Geschehnisse aufregen und dabei verdrängen, wie das Leben hier vor meiner Türe so herrlich abkackt.
Hab' da mal einen schönen Spruch gehört: Was brauche ich Sex wo mich doch das Leben jeden Tag fickt!
Sorry for my french ;-)
Gestern noch war eigentlich alles bestens. Also im Rahmen zwar, aber dennoch: erst hatte ich eine Menge Spass, dann eine Menge zu lachen :-)
Und heute? Heute eröffnet mir eine nahe stehende Freundin, dass sie sich umbringen will. Sie sagt das nicht, aber der Todeswunsch ist überdeutlich in ihren Worten zu hören. Warum? Weil sie verlassen wurde. Von wem? Von jemandem, der sie vergewaltigte. Ich befürchte, dass sie genau das tun wird und genau so, dass ich nichts dagegen machen können werde. Für mein Gewissen. Als ob das wirklich beruhigt. 17 Jahre und schon am Ende.
Dann eröffnet mir einer meiner besten Freunde sehr direkt, dass seine Freundin ihm geraten hat, sie zu verlassen. Warum? Hirntumor. Vor einer Woche habe ich mit ihr auf einem Sofa gesessen und gelacht, Montag beginnt die Chemo. Chancen? Ungewiss.
Heute ist Sonntag. Der letzte Tag eines Jahres, das nicht hätte sein dürfen. Irgendwie ein krönender Abschluss.
Und so köchel ich weiter vor mich hin, schön auf kleiner Flamme, seh all das Leid und kann nichts tun. Verdammt zur Hilflosigkeit. Verdammt zum Zuschauen. Verdammt zum selber besser dran sein. Verdiene nicht ich sowas? Warum erwischt es immer die Menschen, denen man es am wenigsten wünscht? Nicht, dass ich irgendwem wünsche, sterben zu müssen oder zu wollen. Nicht, dass ich ein Problem mit dem Ende der biologischen Existenz habe. Aber muss es hier, jetzt und so sein?
Eigentlich sollte ich mal nach New Orleans schauen. Das ist wenigstens schön weit weg und ich kann unpersönlich betroffen sein. Mich über unglaubliche Geschehnisse aufregen und dabei verdrängen, wie das Leben hier vor meiner Türe so herrlich abkackt.
Hab' da mal einen schönen Spruch gehört: Was brauche ich Sex wo mich doch das Leben jeden Tag fickt!
Sorry for my french ;-)
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