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DIE NACHT VON Sonntag, 6. November 2005
Eine neue Woche startet wieder im Hotel
businessgolf, 23:27h

Wieder gependelt!
Die Woche ist 4 Tage lang und startet heute. Am Donnerstag ist sie vorbei.
Im Fernsehen läuft Rocky in der gefühlten viertausendsten Wiederholung.
Das Zimmer ist diesmal ein anderes. Steril, Business-Standard. Wenn das Hotel über Nacht an einen anderen Ort versetzt würde, würde es jemand merken?
Morgens werde ich wieder die Herren treffen beim Frühstück - noch ohne Krawatte und alle mit dem selben Ausdruck in den Augen.
Guten Start in die Woche!
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Dienstag, 25. Oktober 2005
Nächtliche Email
ltz, 00:46h
"Kannst Du Dich erinnern, wie wir nächtelang durchgearbeitet haben", schreibt er.
Klar kann ich das. Eine herrliche Zeit. Voller Enthusiasmus und Euphorie. Unsere Körper waren adrenalingeschwängert und wir hämmerten unter extremsten Zeitdruck ein Projekt durch, dass dringender nicht hätte sein können. Ich habe nie wieder soviel Kaffee in so kurzer Zeit getrunken, wie in dieser Nacht. Der Aschenbecher musste mehrmals geleert werden. Gegen 4 Uhr morgens haben wir uns dann ein Bier gegönnt, um nach dem vielen Koffein etwas runter zu kommen. Gegen 7 Uhr waren wir halbwegs fertig, um 8 Uhr waren die Feinheiten durch. Um 8.30 Uhr war Abgabeschluss, wir hatten es geschafft. Drei harte Tage Arbeit waren beendet.
An Schlaf war allerdings nicht zu denken. Nicht nach den Unmengen an Kaffee, nicht nach der gewaltigen Adrenalinladung in der Blutbahn. Wir gingen in ein Cafe und bestellten ein Weizenbier. Dann noch eins. Dann noch eins...
"Wir hätten eine Stelle frei. Hättest Du nicht Lust?", schreibt er.
Nein, habe ich nicht. Es war schön. Damals. Aber so etwas geht nicht ein Leben lang. Nicht ohne Folgen. Wir waren damals kurz davor Fehler zu machen und ich bin mir nicht sicher, ob er mir nicht schon einige Schritte voraus ist. Via Email lässt sich so vieles vertuschen.
Danke für das Angebot, aber nein. Vorerst zumindest.
Klar kann ich das. Eine herrliche Zeit. Voller Enthusiasmus und Euphorie. Unsere Körper waren adrenalingeschwängert und wir hämmerten unter extremsten Zeitdruck ein Projekt durch, dass dringender nicht hätte sein können. Ich habe nie wieder soviel Kaffee in so kurzer Zeit getrunken, wie in dieser Nacht. Der Aschenbecher musste mehrmals geleert werden. Gegen 4 Uhr morgens haben wir uns dann ein Bier gegönnt, um nach dem vielen Koffein etwas runter zu kommen. Gegen 7 Uhr waren wir halbwegs fertig, um 8 Uhr waren die Feinheiten durch. Um 8.30 Uhr war Abgabeschluss, wir hatten es geschafft. Drei harte Tage Arbeit waren beendet.
An Schlaf war allerdings nicht zu denken. Nicht nach den Unmengen an Kaffee, nicht nach der gewaltigen Adrenalinladung in der Blutbahn. Wir gingen in ein Cafe und bestellten ein Weizenbier. Dann noch eins. Dann noch eins...
"Wir hätten eine Stelle frei. Hättest Du nicht Lust?", schreibt er.
Nein, habe ich nicht. Es war schön. Damals. Aber so etwas geht nicht ein Leben lang. Nicht ohne Folgen. Wir waren damals kurz davor Fehler zu machen und ich bin mir nicht sicher, ob er mir nicht schon einige Schritte voraus ist. Via Email lässt sich so vieles vertuschen.
Danke für das Angebot, aber nein. Vorerst zumindest.
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Mittwoch, 19. Oktober 2005
Vollmond
ltz, 01:25h
Vollmond ist herrlich. Ehrlich. Ich mag Vollmond. Sieht doch klasse aus, wie da ein gewaltiges Käserad (kurze Hommage an Wallace & Grommit) am Himmel seinen Bogen zieht und dabei - Religionen, Hautfarben und sonstige Unterscheidungsmerkmale ignorierend - uns kleine Lichter locker überscheint. Das macht er gut, der Vollmond.
Wenn nur der übertriebene Haarwuchs nicht wäre.
Wenn nur der übertriebene Haarwuchs nicht wäre.
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Dienstag, 18. Oktober 2005
Break
ltz, 01:32h
Schon wieder viel zu spät, aber das ist nicht nur meine Schuld. Konversation besteht immer aus zwei Seiten (das andere ist Monolog, also das, was wir tagtäglich auf tausenden von Weblogs lesen. Ich nehme unseres da nicht aus).
Nun stehe ich vor einem gewaltigen Problem. Eine Absage, die zu tätigen ist, aber nicht leicht werden wird. Ein Versprechen, das gebrochen wird, eine Absprache, die zu halten ich nicht mehr in der Lage bin.
Was tun, sprach Zeus und ich wette er war keinen Deut näher an einer veritablen Lösung als ich, während er dies sagte. Dabei war er doch ein Gott und ich nur auf dem Weg dahin. Just kidding.
Ach, es ist alles nicht einfach in diesen Tagen.
Nun stehe ich vor einem gewaltigen Problem. Eine Absage, die zu tätigen ist, aber nicht leicht werden wird. Ein Versprechen, das gebrochen wird, eine Absprache, die zu halten ich nicht mehr in der Lage bin.
Was tun, sprach Zeus und ich wette er war keinen Deut näher an einer veritablen Lösung als ich, während er dies sagte. Dabei war er doch ein Gott und ich nur auf dem Weg dahin. Just kidding.
Ach, es ist alles nicht einfach in diesen Tagen.
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i canīt get no sleep
DIE NACHT VON Sonntag, 16. Oktober 2005
50 Cent
donalphons, 22:51h
kostet eine Stunde im Netz hier im Internetcafe, tief im Wedding. Und alle zehn Plätze sind voll, oben drauf auf den Rechnern ist die Webcam, und wer skypen will, kann das Headset benutzen. Im Prinzip, wenn man den Handygesprächen glauben kann, geht es um wenighe Themen. Zuerst mal um Sex, der hier virtuell von Mädchen ausgelebt wird, deren Mütter sich dergleichen gar nicht vorstellen könne. Schau mal, Nergiz, er hat auch einen Bruder...
ICQ und MSN-Messenger gehen hier automatisch auf. Man könnte auch, laut Angebot, sownloaden und brennen, aber das ist hier nicht das Thema. Das Thema ist das Ende der Familienzwänge durch das Internet und ein Cafe, dessen Hinterraum die Eltern so nicht mal in ihren übelsten Träumen erwartet hätten. Und so geht das noch weiter bis spät in die Nacht, sie es nun hier oder irgendwo sonst in der bröckelnden muslimischen Welt.
ICQ und MSN-Messenger gehen hier automatisch auf. Man könnte auch, laut Angebot, sownloaden und brennen, aber das ist hier nicht das Thema. Das Thema ist das Ende der Familienzwänge durch das Internet und ein Cafe, dessen Hinterraum die Eltern so nicht mal in ihren übelsten Träumen erwartet hätten. Und so geht das noch weiter bis spät in die Nacht, sie es nun hier oder irgendwo sonst in der bröckelnden muslimischen Welt.
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